Baufinanzierungen können riskant sein
Wird ein Bauvertrag abgeschlossen und fehlen Leistungen für
beispielsweise eine Erschließung des Grundstückes, kann hier schon das
Vorhaben scheitern.
Als risikoreich wird beurteilt, dass vereinbarte
Eigenleistungen des Bauherren oft zu optimistisch eingeplant werden.
Können die Arbeiten nicht oder nicht pünktlich erbracht werden, sind
Nachtragsaufträge die Folge, so dass bei einer zu knappen Kalkulation
des Kredites wieder neue Baufinanzierungen nachgeschoben werden müssen.
Riskant ist bei den zur Zeit noch niedrigen Zinsen eine Finanzierung
mit sehr geringer Anfangstilgung. Läuft die Zinsbindung nach fünf, zehn
bzw. fünfzehn Jahren aus, muss ein neues Darlehen aufgenommen werden,
um die Restschuld ausgleichen zu können. Die dann aufzubringende
monatliche Rate kann bei steigenden Zinsen enorm ansteigen.
Bei einem Vertragsabschluss über ein Darlehen muss besonders auf die
zusätzlichen Kosten geachtet werden, da einige Banken z. B.
Schätzkosten berechnen. Erhebliche Unterschiede kann es auch bei den
Bereitstellungszinsen geben. Hier werden von einigen Banken bereits ab
dem zweiten Monat nach Darlehenszusage schon 0,25 Prozent Zinsen
berechnet. Grundsätzlich sollte bei Nebenkosten von 1 Prozent der
Darlehenssumme mit einer Erhöhung des Effektivzinses bei zehn Jahren
Zinsbindung um 0,15 Prozent kalkuliert werden.
Posted at 11:34 am by juliama
Permalink